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Viril-Flusskrebs (Orconectes virilis)

Faxonius virilis

Kurzbeschreibung

angelegt am: 02.03.2022

Aussehen und Verwechselungsmöglichkeiten

Die bis zu 12,5 cm langen braunoliv bis braunroten Krebse tragen einen Panzer mit seitlichen Höckern und teilweise paarigen schwarzen Flecken. Die Männchen sind i.d.R. größer als die Weibchen. Die Scheren weisen Höcker mit häufig dunkler Flecken auf. Die Scherenspitzen sind orange oder rötlich (Nehring & Skowronek, 2017). Keine Verwechslungsgefahr mit einheimischen Krebsarten, da diese keine Höcker aufweisen (Nehring & Skowronek, 2017).

Lebensraum

Der Viril-Flusskrebs besiedelt sowohl Fließ- als auch Stillgewässer (Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK), 2021).

Biologie 

Die Weibchen legen bis zu 500 Eier. Die Geschlechtsreife erreichen sie nach 1 bis 2 Jahren. Die Lebenserwartung liegt bei 4 Jahren. Sie sind omnivor (Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK), 2021).

Herkunft und Einwanderungsweg

Ursprünglich kommt der Viril-Flusskrebs aus Nordamerika (Nehring & Skowronek, 2017). Hier lebt er in Kanada von Alberta bis Quebec und in den nördlichen Regionen der vereinigten Staaten von Amerika. Er wurde auch mehrfach in anderen Regionen der USA ausgesetzt (Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK), 2021).

Im 19. Jahrhundert und um 1960 wurden Einbürgerungsversuche unternommen, jedoch ohne Erfolg. Heute gibt es die Krebse im Zierhandel. Sie werden ebenfalls als Angelköder gebraucht. Entlang von Fließgewässern sind sie in der Lage sich selbstständig auszubreiten. Bislang sind sie in Europa nur in Großbritannien und den Niederlanden etabliert (Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK), 2021).

Verbreitung in NRW

Bislang nicht bekannt (Nehring & Skowronek, 2017)

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