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Pallas-Schönhörnchen (Callosciurus erythraeus)

Pallashörnchen, Rotbauchhörnchen 

Kurzbeschreibung

aktualisiert am: 03.03.2022

Aussehen und Verwechselungsmöglichkeiten

Das Pallas-Schönhörnchen erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge bis zu 23 cm, sowie eine Schwanzlänge bis zu 19 cm. Das Fell an Rücken, Kopf, Flanken und Beinen ist olivgrün, am Bauch ist es rötlich. Die Finger und Zehen weisen eine schwarze Färbung auf. Am Schanz ist es geringelt und trägt gelbliche Haare. Das Ende ist weiß punktiert. Es hat starke Krallen an den Fingern und Zehen. Die Knöchel sind stark dehnbar. Die seitliche Position der Augen am Kopf ermöglicht ein Schauen nach hinten, ohne den Kopf zu drehen (Nehring & Skowronek, 2017). Es besitzt Ähnlichkeit zu dunklen Farbausprägungen des einheimischen Eichhörnchens (Sciurus vulgaris). Zu unterscheiden sind sie an der unterschiedlichen Bauchfärbung. Sciurus vulgaris weist eine weiße bis cremefarbene Färbung am Bauch, sowie im Winterfell 3,5 cm lange rotbraune Ohrpinsel auf. Da es starke Merkmalsüberschneidungen mit anderen gebietsfremden Arten der Gattung gibt, ist es im Gelände schwer anzusprechen. (Nehring & Skowronek, 2017).

Lebensraum

Pallas-Schönhörnchen kommen bevorzugt in Laubmischwäldern vor. In Europa treten sie vermehrt in Gärten und Parkanlagen im städtischen Umfeld auf (Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK), 2021).

Biologie 

Die Tiere sind tagaktiv und ernähren sich von Samen, Nüssen und Früchten wie auch Insekten. Die Weibchen werfen 1- bis 3-mal jährlich maximal 2 Junge. Die Nachkommen sind im 1. Lebensjahr geschlechtsreif (Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK), 2021).

Herkunft und Einwanderungswege

Sie leben ursprünglich in den temperaten bzw. tropischen Arealen Asiens (Nehring & Skowronek, 2017). Vornehmlich in Südostasien, von Indochina bis Südchina (Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK), 2021). In Europa ist die Art in Frankreich seit den 1960er-Jahren, in den Niederlanden, Belgien und Italien seit den 1990er-Jahren etabliert (ebenda). In Deutschland sind sie seit der Ersteinfuhr 1901 in Tierparks, im Handel und im Privatbesitz vorhanden. Quelle? Es gibt in Deutschland keine aktuellen Freilandvorkommen (Nehring & Skowronek, 2017).

Verbreitung in NRW

fehlend

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