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Signalkrebs (Pacifastacus leniusculus)

Invasivität

aktualisiert am: 10.11.2017

Einstufung

kein Besatz, lokale Bekämpfung, Krebssperren

Auswirkungen auf Flora und Fauna

Der Signalkrebs kann den Edelkrebs aus seinen Habitaten verdrängen, da er wesentlich aggressiver als dieser ist. Außerdem überträgt er wie der Kamberkrebs und andere amerikanische Flusskrebsarten die tödliche Krebspest auf die heimschen Steinkrebs und Edelkrebs, an der er selbst nicht erkrankt. Erreger ist der Pilz Aphanomyces astaci, der schon durch kleine Mengen infizierten Wassers, z.B. an Gummistiefeln, Angelgerät oder Bootsaußenwänden übertragen werden kann. Derzeit ist der in die Bachoberläufe aufsteigende Signalkrebs als die größte Gefährdung für die verbliebenen Edelkrebsbestände anzusehen.

An vielen Gewässern ist eine starke Zunahme der Signalkrebsdichte festzustellen, die offensichtlich auch Auswirkungen auf die Lebensgemeinschaft hat. Neben einer negativen Wirkungen des Signalkrebses auf bodenlebende Kleinfische (GUAN & WILES 1997) und Fischnährtiere, beeinträchtigt der Signalkrebs offensichtlich auch fischereilich wichtige Fischarten wie Lachs (GRIFFIHS ET AL. 2004) und Äsche (WESSELS & FLIEDNER 2004). Signalkrebse sind sogar in der Lage, die sehr dicken Schalen der vom Aussterben bedrohten Flussperlmuscheln schädigen (SCHMIDT & VANDRÉ 2008).

Menschliche Gesundheit

Keine bekannt

Wirtschaftliche Schäden

Keine bekannt
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