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Nordamerikanischer Ochsenfrosch (Lithobates catesbeiana)

Invasivität

aktualisiert am: 04.03.2015

Einstufung

rasche Tilgung aller Vorkommen mit dem Ziel, eine Verwilderung zu verhindern.

Auswirkungen auf Flora und Fauna

Als gebietsfremder Räuber kann der Nordamerikanische Ochsenfrosch erheblichen Einfluss auf die heimische Fauna, insbesondere die Amphibienfauna, ausüben. Es sind zahlreiche Beispiele belegt, wo ausgesetzte Ochsenfrösche die Verdrängung oder sogar das Erlöschen heimischer Amphibienpopulationen bewirkt haben. Nahrungsanalysen adulter Ochsenfrösche aus der Oberrheinebene bestätigen ein breites Spektrum von Beutetieren, das von zahlreichen wirbellosen Tiergruppen (insbes. Insekten, Mollusken) bis hin zu den Wirbeltieren reicht und sowohl Kleinsäuger (z.B. Spitzmäuse, Wühlmäuse), Vögel (Singvögel, Stockentenküken), Reptilien (junge Ringelnatter, adulte Zauneidechse), Amphibien (Teichfrosch, „Wasserfrosch“) als auch Fische (z.B. Goldfisch) umfasst. Als Fischräuber ist der Ochsenfrosch wohl nicht anzusehen, da nur in einem Fall ein Goldfisch als Beutetier belegt ist. Als Hauptbeutetiere wurden bei den Nahrungsanalysen Wasserfrösche ausgemacht.

Neben der Prädation wirkt sich auch das Ausscheiden parasitischer Hefen im Larvenstatium negativ auf die heimische Amphibienfauna aus. In Anwesenheit von Ochsenfrosch-Larven kümmern die heimischen Amphibienlarven oder sterben ab.

Menschliche Gesundheit

Hierzu liegen keine Erkenntnisse vor.

Wirtschaftliche Schäden

Wirtschaftliche Schäden sind nicht bekannt.
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