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Gemeiner Sonnenbarsch (Lepomis gibbosus)

Invasivität

aktualisiert am: 03.03.2022

Auswirkungen auf Flora und Fauna

In Gewässern mit hohen Sonnenbarschdichten tritt er in starke Nahrungskonkurrenz zu heimischen Fischarten, Prädation von Laich, Jungfischen, Amphibien- und Insektenlarven, z.B. Köcherfliegen, Libellen oder Flohkrebsen, deren Bestände teilweise drastisch dezimiert werden können. Junge Sonnenbarsche ernähren sich überwiegend von Zooplankton. Somit wirkt er sowohl als direkter Prädator auf die heimische Fischzönose als auch als limitierender Nahrungskonkurent. Eine Massenentwicklung des Sonnenbarschs in Stillgewässern kann gepaart mit der Reduktion des Zooplanktons zu Eutrophierungsprozessen führen, was wiederum negative Auswirkungen auf das gesamte Gewässerökosystem hat.

Die prognostizierte Erwärmung der Gewässerökosysteme wird zu einer vermehrten Ausbreitung der wärmeliebenden Art führen.

 

Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit

Es sind keine negativen Auswirkungen auf den Menschen bekannt.

 

Wirtschaftliche Auswirkungen:

Eine hohe Dichte von Sonnenbarschen im Gewässer kann zu einer Beeinträchtigung der Netzfischerei führen. Außerdem kann er durch sein Fressverhalten zur Verringerung anderer Fischbestände führen, die fischereilich genutzt werden.

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