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Zebramuschel (Dreissena polymorpha)

Maßnahmen

angelegt am: 02.01.2013

Prävention

Durch das gut ausgebaute europäische Netz an Flüssen und Kanälen sowie der Binnenschifffahrt ist die Ausbreitung der Wandermuschel nicht zu verhindern. Eine fortlaufende Ausbreitung in Nordrhein-Westfalen ist wahrscheinlich. Um die heimische, aquatische Wirbellosenfauna zu stärken, sollte die Strukturvielfalt und damit die Habitatdiversität an Gewässern verbessert werden.
 

Kontrolle / Bekämpfung

Eine nachhaltige Bekämpfung von Dreissena polymorpha ist nicht umzusetzen. Lokal wird zur Eindämmung großer wirtschaftlicher Schäden eine chemische Bekämpfung, z.B. mit Natronlauge, Chlor, Kaliumbichromat oder Molluskizid durchgeführt. Ebenso ist eine örtliche, mechanische Beseitigung durch Abkratzen möglich. Als weitere Methode werden z.T. auch Elektroschocks angewandt. Diese Methoden sind jedoch genehmigungspflichtig, sehr kosten- und zeitaufwendig sowie in den meisten Fällen nicht nachhaltig. Außerdem müssen dabei die Auswirkungen auf die Wasserqualität und die Gewässerlebensgemeinschaften genau geprüft werden. Es sollte ein kontinuierliches Fließgewässermonitoring durchgeführt werden, um die Bestandsentwicklung und die Ausbreitung der Art zu verfolgen. Das Monitoring erfolgt im Rahmen der Gewässergütekartierungen.

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