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Zebramuschel (Dreissena polymorpha)

Invasivität

angelegt am: 02.01.2013

Auswirkungen auf Flora und Fauna

Durch die Anhaftung an Hartsubstrat schränkt die Zebramuschel bei massenhaftem Auftreten die Nahrungsaufnahme, das Wachstum und die Fortbewegung heimischer Muscheln und Krebse ein. Dreissena polymorpha konkurriert auch mit dem Schlickkrebs Chelicorophium curvispinum um den Lebensraum und die Nahrung. Für viele heimische Wasservögel und Fische stellt sie jedoch eine wichtige Nahrungsquelle dar. So hat die Besiedlung des Bodensees mit der Muschel dazu geführt, dass die Zahl der gefiederten Überwinterungs- und Nahrungsgäste drastisch angestiegen ist (Werner 2004).
 

Wirtschaftliche Schäden

Bei zahlreichem Auftreten der Zebramuschel ist das Verstopfen von Rohrleitungen für die Wassereinleitung und –entnahme möglich. Davon betroffen sind u.a. Leitungen an Binnenschiffen, Industrieanlagen oder sogar von Kraftwerken. In der Vergangenheit hat die Beseitigung des Muschelbefalls bereits zu erheblichen Schäden und finanziellen Aufwendungen geführt.
 

Menschliche Gesundheit

Es sind keine direkten Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit bekannt. 

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