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Rostgans (Tadorna ferruginea)

Invasivität

aktualisiert am: 21.02.2019

Auswirkungen auf Flora und Fauna

Bislang gibt es aus NRW keine Hinweise, die auf eine nachhaltige Verdrängung einheimischer Arten schließen lassen. In der Schweiz wurden jedoch Beobachtungen gemacht, dass Turmfalken, Schleiereulen und Waldkäuze von Rostgänsen aus Nistkästen verdrängt wurden. Daraufhin wurde beschlossen, dass der Schweizer Bestand aus der freien Wildbahn vorsorglich eliminiert werden sollte (Stucki 2005). Dabei wurde in Unkenntnis der nordrhein-westfälischen Population davon ausgegangen, dass einzig in der Schweiz in Mitteleuropa Rostgänse in nennenswerter Anzahl brüten würden (Kestenholz et al. 2005). Mittlerweile wurde der Versuch eingestellt, da sich die Rostgänse auf die deutsche Seite am Hochrhein zurückzogen, wo sie nicht verfolgt wurden (Gedeon et al. 2013).

Vereinzelt sind Hybride mit der Nilgans beobachtet worden, wobei unklar ist, ob diese im Freiland oder in Gefangenschaft entstanden sind. Bei den insgesamt anwachsenden Beständen beider Arten sind keine negativen Auswirkungen einer Hybridisierung festzustellen und die Beobachtungen dieser Mischlinge nehmen ab. In der Schweiz wurden 1988, 1996 und 1997 Mischbruten mit der Graukopf-Kasarka festgestellt.

 

Wirtschaftliche Auswirkungen

Aufgrund der insgesamt kleinen Populationsgröße sind keine wirtschaftlichen Schäden nachweisbar. Auch aus den Ursprungsgebieten sind keine Schäden bekannt.

 

Auswirkungen auf menschliche Gesundheit

keine bekannt

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