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Chilenischer Riesenrhabarber (Gunnera tinctoria)

Syn.: Mammutblatt

Kurzbeschreibung

aktualisiert am: 09.05.2022

Aussehen und Verwechselungsmöglichkeiten

Der chilenische Riesenrhabarber bildet Riesenstauden mit bis zu 2 m Höhe und 3,5 m Breite. Seine Blätter sind rundlich, hart und runzlig. Die Blattspreite ist bis zu 1,5 m breit und der Spreitenrand grob gesägt. Die Blattstiele können bis zu 1,5 m lang werden. Die bodenständigen Blütenstände sind kegelförmig. bis zu einem Meter hoch und 20 Zentimetern im Durchmesser.  Der chilenische Riesenrhabarber bildet tausende kleine rotbraune bis grünliche Blüten aus. Anhand dieser ist er relativ gut von anderen Arten zu unterscheiden. Die oberirdischen Pflanzenteile sterben im Herbst hab. Sie ist nicht winterhart (Nehring & Skowronek, 2017).

Lebensraum

Chilenischer Riesenrhabarber wächst in milden Temperaturen, bei geringer bis hoher Sonneneinstrahlung. Er wächst auf ausgelaugten Böden in Gebieten mit hohem Regenfall. In Chile und Argentinien wächst er hauptsächlich auf grundwassernahen Böden alluvial und auf kolluvialen Böden aus Vulkanaschel (Timmins, 2005). Er wächst an Waldrändern neben Feuchtgebieten, Bachufern und insbesondere an Steilküsten und Schutthängen (Schick, 1980).

Außerhalb seines natürlichen Verbreitungsgebiets, in Irland, wächst der chilenische Riesenrhabarber auf ungedüngten Feuchtwiesen (Hickey & Osborne, 1998).

Biologie 

Die Blütezeit ist von Juli bis August. In dieser werden tausende kleine rotbraune bis grünliche Blüten gebildet (Nehring & Skowronek, 2017).

Herkunft und Einwanderungsweg

Ursprünglich stammt der chilenische Riesenrhabarber aus Südamerika, wo er im südlich-zentralen Chile und dem westlichen Argentinien vorkommt. 1849 wurde er zum ersten Mal nach Europa (England) als Zierpflanze eingeführt. Seit 1908 sind Verwilderungen in England und seit den 1930er Jahren in Irland bekannt (Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK), 2021).

Verbreitung in NRW

Bislang nicht bekannt (Nehring & Skowronek, 2017)

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