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Gewöhnliche Seidenpflanze (Asclepias syriaca)

Invasivität

angelegt am: 14.03.2019

Einstufung

Unionsliste 19

 

Auswirkungen auf Flora und Fauna

Die Gewöhnliche Seidenpflanze breitet sich rasch aus und kann große Populationen bilden. Begünstigt wird die schnelle Ausbreitung durch eine hohe Diasporenproduktion und die zusätzliche vegetative Vermehrung durch lange Ausläufer. Durch Beschattung von Vegetationsstrukturen auf Sandböden können seltene oder gefährdete Arten verdrängt werden, die Art konkurriert z. B. mit den gefährdeten Arten Kegelfürchtiges Leimkraut (Silene conica) und dem Sand-Lieschgras (Phleum arenarium, Nehring et al. 2013). Eine Förderung des Invasionsrisikos durch den Klimawandel wird angenommen, da es sich um eine wärmeliebende Art handelt (Sárkány et al. 2008).

 

Menschliche Gesundheit

Die immer wieder zitierte Toxizität geht auf eine Publikation über essbare Wildpflanzen  von Euell Gibbons zurück, wobei der Autor vermutlich Asclepias syriaca mit dem Kanadischen Hanf (Apocynum cannabinum) verwechselte. Der Milchsaft der Pflanze kann allerdings allergische Reaktionen und Kontaktdermatitis auslösen.

 

Wirtschaftliche Schäden

Im Ursprungsgebiet und in Ungarn tritt Asclepias syriaca als Ackerunkraut auf, es kommt zu Ertragsverlusten in Landwirtschaft und Weinbau. Darüber hinaus fungiert die Pflanze als Wirtspflanze des Gurkenmosaikvirus (Sárkány et al. 2008), der die Blätter und Früchte von u. a. Gurken und Kürbissen mosaikartig mit gelben Flecken überzieht und diese verkrüppeln lässt.

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