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Schmalblättrige Wasserpest (Elodea nuttallii)

Invasivität

aktualisiert am: 25.10.2018

Auswirkungen auf Flora und Fauna

Elodea nuttallii zählt zu den expansivsten Wasserpflanzenarten weltweit. Die Auswirkungen der anhaltenden Ausbreitung der invasiven Art auf die heimische Wasserpflanzenvegetation wird kontrovers diskutiert. In den Ruhrstauseen, wo die Ausbreitung von Elodea nuttallii eingehend untersucht wurde, konnte kein negativer Effekt auf die Diversität heimischer Wasserpflanzenarten nachgewiesen werden. Auch aus anderen Regionen Deutschlands sind bislang keine vollständigen Verdrängungen einheimischer Arten beschrieben worden, lediglich der Rückgang der ebenfalls neophytischen und nahverwandten Kanadischen Wasserpest (Elodea canadensis) wird auch mit der Ausbreitung der Nuttalls Wasserpest begründet.

 

Menschliche Gesundheit

Es sind keine direkten negativen Auswirkungen auf den Menschen bekannt.

 

Wirtschaftliche Schäden

In einigen Gewässern führt das starke Wachstum von Elodea nuttallii zu Einschränkungen bei der Freizeitnutzung der Gewässer (z.B. an den Ruhrstauseen), aber auch in Baggerseen können die z.T. sehr dichten Bestände zu Problemen bei der Nutzung führen. Aufgrund des z.T. starken öffentlichen Interesses an der Nutzung der Gewässer wird z.T. ein Management betrieben.

Für die Berufsschifffahrt sind bislang keine Probleme beschrieben worden.

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