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Chinesischer Götterbaum (Ailanthus altissima)

Invasivität

aktualisiert am: 20.01.2016

Einstufung

keine Anpflanzung bzw. Beseitigung in der freien Landschaft

Auswirkungen auf Flora und Fauna

Der Götterbaum bildet schattende Einartbestände auf trockenen, baumfreien Standorten vornehmlich in Industriebrachen, Ruderalflächen, Bahndämmen und Straßenrändern. Im Tessin dringt er in lichte Wälder ein, im Osten Österreichs in die Auwälder. Im Zuge des Klimawandels könnte der Götterbaum zukünftig auch in Nordrhein-Westfalen naturnahe Wälder wärmerer Standorte erobern. Durch die Bildung allelopathischer Substanzen im Wurzelraum verdrängt er andere Baumarten im Bestand. Er wird in der Schweiz, Spanien, Österreich, Ungarn, Dänemark, Kanada und den USA als invasive Art eingestuft. Durch reiche Samenbildung und flugfähige Samen wird der Götterbaum gut verbreitet. Einmal etabliert lässt er sich nur schlecht bekämpfen, da abgeschnittene Triebe durch reichen Stockausschlag nachwachsen. Außerdem vermehrt er sich vegetativ durch Ausläufer. Durch giftige Inhaltsstoffe ist er vor Fraß geschützt.

Menschliche Gesundheit

Rinde und Blätter können starke allergische Hautreizungen hervorrufen (Bitterstoff: Ailanthin). Auch die Pollen stehen im Verdacht, Allergien auszulösen.

Wirtschaftliche Schäden

Wasserbau: Samen keimen in kleinsten Gebäuderitzen und Mauerspalten und sprengen diese auf. Wurzel- und Stammausschläge erschweren die Beseitigung einmal gekeimter Exemplare.

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