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Großblütiges Heusenkraut (Ludwigia grandiflora)

Invasivität

aktualisiert am: 06.09.2018

Einstufung

Tilgung jedes Vorkommens  

Auswirkungen auf Flora und Fauna

Die Ludwigia-Sippen aus dem grandiflora-peploides-Formenkreis zählen zu den 200 aggressivsten invasiven Arten weltweit. Sie können große Wasserflächen bedecken und damit die biologischen und physikalischen Eigenschaften des Gewässers vollkommen verändern. In fließenden Gewässern wird der Wasserlauf verlangsamt, die Wassererwärmung durch geringere Sonneneinstrahlung vermindert. In stehenden Gewässern wird durch die enorme Biomasseproduktion die Verschlammung und Verlandung beschleunigt. Es kann Sauerstoffmangel entstehen, der für Fische toxisch ist. Flora und Fauna verarmen in der Folge einer Ansiedlung. Flachwasserbereiche können als Nahrungshabitat für Vögel entwertet werden. Im Kanton Genf, in den Niederlanden, Belgien und Frankreich, in Niedersachsen und Baden-Württemberg wird Ludwigia grandiflora als invasive Art bekämpft. In Belgien und Deutschland stehen Ludwigia grandiflora und L. peploides auf der Schwarzen Liste der invasiven Arten, wobei Ludwigia peploides noch geringer verbreitet ist und in Deutschland noch keine aktuellen Vorkommen besitzt.

Menschliche Gesundheit

Es sind keine direkten negativen Auswirkungen auf den Menschen bekannt. In Kalifornien wird die starke Ausbreitung eines von Mücken übertragenen Fiebervirus in Verbindung mit der invasionsartigen Ausbreitung von Ludwigia gebracht.

Wirtschaftliche Schäden

Ludwigia-Sippen dieses Verwandschaftskreises sind weltweit gefürchtete Unkräuter der wärmeren und gemäßigten Zonen, sie bereiten wasserwirtschaftliche und landwirtschaftliche Probleme (z.B. im Reisanbau). Sie können Schifffahrt und Wassersport zum Erliegen bringen. In nassem Grünland (Überflutungswiesen) werden sie vom Vieh gemieden

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