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Brasilianisches Tausendblatt (Myriophyllum aquaticum)

Invasivität

angelegt am: 11.03.2010

Auswirkungen auf Flora und Fauna

Myriophyllum aquaticum zählt zu den invasiven Wasserpflanzenarten weltweit. Sie kann große Wasserflächen bedecken und damit die biologischen und physikalischen Eigenschaften des Gewässers vollkommen verändern. In fließenden Gewässern wird der Wasserlauf verlangsamt, die Wassererwärmung durch geringere Sonneneinstrahlung vermindert. In stehenden Gewässern wird durch die enorme Biomasseproduktion die Verschlammung und Verlandung beschleunigt. Es kann Sauerstoffmangel entstehen, der für Fische toxisch ist. Flora und Fauna verarmen in der Folge einer Ansiedlung. Flachwasserbereiche können als Nahrungshabitat für Vögel entwertet werden.

 

Menschliche Gesundheit

Es sind keine direkten negativen Auswirkungen auf den Menschen bekannt. In Kalifornien konnte nachgewiesen werden, dass in den dichten Bestände der Art Moskitos hervorragend geeignete Lebensräume vorfinden und sich deren Zahl in der Nähe der betroffenen Gewässer stark erhöhte.

 

Wirtschaftliche Schäden

Myriophyllum aquaticum wächst in einigen Regionen als Unkraut in Reisfeldern und in Ent- und Bewässerungsgräben und verhindert in einigen Ländern durch den starken Wuchs die Nutzung von Stauseen zur Hydroenergiegewinnung. Des Weiteren kann durch große Bestände die Schifffahrt auf den betroffenen Gewässern eingeschränkt werden.

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