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Verschiedenblättriges Tausendblatt (Myriophyllum heterophyllum Michx.)

Invasivität

aktualisiert am: 08.12.2014

Auswirkungen auf Flora und Fauna

Myriophyllum heterophyllum zählt derzeit zu den expansivsten Wasserpflanzen in Westeuropa und wurde vom Bundesamt für Naturschutz auf die Schwarze Liste gesetzt. Zu den Auswirkungen auf die heimische Wasserpflanzenvegetation und die Gewässerfauna gibt es bislang keine ausreichende Datengrundlage, es besteht jedoch aufgrund von Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern die begründete Annahme, dass die heimische Vegetation verdrängt wird. In den Gewässern in Nordrhein-Westfalen, in denen die Art bereits seit Jahrzehnten vorkommt, findet sie sich in Mischbeständen mit einheimischen Arten, wie z.B. mit Myriophyllum verticillatum im Heider Bergsee oder mit Myriophyllum spicatum in den Düsseldorfer Stadtgewässern. Leider liegen keine Langzeitdatensätze vor, die die bisherigen Auswirkungen der Ausbreitung der Art dokumentieren.

 

Menschliche Gesundheit

Es sind keine direkten negativen Auswirkungen auf den Menschen bekannt.

 

Wirtschaftliche Schäden

In einigen Gewässern führt das starke Wachstum vonMyriophyllum heterophyllum zu Einschränkungen für die Freizeitnutzung der Gewässer (z.B. am Heider Bergsee). Auch an den Düsseldorfer Stadtgewässern stellen die Massenbestände ein Problem dar, so dass ein Management betrieben wurde beziehungsweise wird. Aus NRW sind noch keine Probleme für die Berufsschifffahrt beschrieben, während in den Niederlanden die zugewachsenen Kanäle in der Nutzung eingeschränkt sind..

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