| Ailanthus altissima | Chinesischer Götterbaum |  | Gehölzsukzession in Trockenbiotope | keine | keine Anpflanzung in der freien Landschaft, lokale Tilgung | Schutz von Trockenbiotopen (Weinbergbrachen o.ä.) |
| Ambrosia artemisiifolia | Beifuß-Ambrosie |  | Massenaufkommen in Sandmagerrasen des Standortübungsplatzes Stapellager Senne | Pollen sind hochallergen, erzeugen Heuschnupfen und Asthma | Tilgung jedes Vorkommens, Ausbreitungsvektoren kontrollieren (Futtermittel), Inforamtion, Monitoring | Gesundheitsvorsorge: Etablierung und Ausbreitung stoppen |
| Elodea nuttallii | Nuttalls Wasserpest |  | verändert bzw. bereichert die Gewässerzönose, bisher keine negativen Auswirkungen bekannt | behindert Wassersportnutzung an größeren Gewässern; Kosten für Räumung | lokale Bekämpfung zwecks Wassersportnutzung | Konfliktmanagement Freizeitnutzung - Biotopschutz |
| Fallopia japonica | Japanischer Staudenknöterich |  | gefährdet durch Massenentwicklung lokal die biologische Vielfalt | verlangsamter Abfluss und erhöhte Erosionsgefahr an Fließgewässern, erhöhter Aufwand der Gewässer- und Straßenunterhaltung | in Einzelfällen kombiniert chemisch und mechanisch bekämpfen; fortgesetzte Ausbreitung durch Beschattung und Nutzung eindämmen | Kontrolle der weiteren Ausbreitung |
| Fallopia sachalinensis | Sachalin-Staudenknöterich |  | gefährdet durch Massenentwicklung lokal die biologische Vielfalt | verlangsamter Abfluss und erhöhte Erosionsgefahr an Fließgewässern, erhöhter Aufwand der Gewässer- und Straßenunterhaltung | in Einzelfällen kombiniert chemisch und mechanisch bekämpfen; fortgesetzte Ausbreitung durch Beschattung und Nutzung eindämmen | Kontrolle der weiteren Ausbreitung |
| Fallopia x bohemica | Bastard-Staudenknöterich |  | gefährdet durch Massenentwicklung lokal die biologische Vielfalt
| verlangsamter Abfluss und erhöhte Erosionsgefahr an Fließgewässern, erhöhter Aufwand der Gewässer- und Straßenunterhaltung | in Einzelfällen kombiniert chemisch und mechanisch bekämpfen; fortgesetzte Ausbreitung durch Beschattung und Nutzung eindämmen | Kontrolle der weiteren Ausbreitung |
| Heracleum mantegazzianum | Herkulesstaude |  | gefährdet durch Massenent-
wicklung lokal die biologische Vielfalt | Hautkontakt in Verbindung mit Licht erzeugt Verbrennungen 2. und 3. Grades | lokale Bekämpfung an Gefahrenstellen, zum Schutz gefährdeter Biotope / Arten, frühe Tilgung bei Erstbesiedlung, Kontrolle der Ausbreitungsvektoren (Erdtransporte) | Gesundheitsvorsorge, Kontrolle der weiteren Ausbreitung; Schutz gefährdeter Arten und Lebensräume, Schutz der biologischen Vielfalt |
| Hydrocotyle ranunculoides L. fil. | Großer Wassernabel |  | gefährdet die biologische Vielfalt in Gewässern
| bisher keine | Monitoring, Information, erste Vorkommen sofort beseitigen
| Einschleppung und Ausbreitung verhindern |
| Impatiens glandulifera | Indisches Springkraut |  | Verschiebung des Konkurrenz- und Mengenverhältnisses in den Säumen und Wädern der Auen | erhöhte Erosion an Fließgewässern?
Behinderung der Naturverjüngung? | lokale mechanische Bekämpfung zum Schutz gefährdeter Arten | Kontrolle der Ausbreitung |
| Ludwigia grandiflora-peploides-Komplex | Heusenkräuter |  | gefährden die biologische Vielfalt in Gewässern | bisher keine | erste Vorkommen sofort beseitigen | Einschleppung verhindern |
| Lysichiton americanus | Amerikanischer Stinktierkohl |  | Verdrängung niederigwüchsiger, konkurrenzschwacher Moor- und Quellflurarten | keine | Monitoring, Besitz- und Vermarktungsverbote | Etablierung verhindern |
| Myriophyllum aquaticum | Brasilianisches Tausendblatt |  | gefährdet die biologische Vielfalt in Gewässern
| bisher keine | erste Vorkommen sofort beseitigen | Einschleppung und Ausbreitung verhindern |
| Prunus serotina | Späte Traubenkirsche |  | gefährdet lichtliebende Arten der Kiefern- und Eichenmischwälder und beschleunigt die Gehölzsukzession von Magerrasen und Heiden in den Sandgebieten | verursacht hohe Kosten bei der Verjüngung und Neubegründung von Wäldern | lokale Bekämpfung zum Schutz sensibler Biotope, Bekämpfung in frühem Invasionsstadium mittels verschiedener Methoden | Schutz gefährdeter Biotope und Arten, Zurückdrängung und Verhinderung der weiteren Ausbreitung, Freihalten nicht befallener Gebiete |
| Pseudotsuga menziesii | Douglasie |  | dringt auf natürlich baumfreie Fels- und Blockschuttstandorte vor, gefährdet hochspezialisierte Felsbewohner, sowie Licht und Wärme liebende Arten der Wälder trocken-saurer Standorte | bisher keine; zunehmend wirtschaftlich bedeutsamer Forstbaum | Monitoring der Naturverjüngung und Ausbreitung; kein Anbau im Umfeld potentiell gefährdeter FFH-Lebensraumtypen und § 62-Biotope | Gefährdung potentiell sensitiver Lebensräume durch Anbaueinschränkungen vorbeugen |
| Robinia pseudacacia | Robinie |  | Besiedlung trocken-warmer Standorte im Umfeld von Pflanzungen, Stickstoffanreicherung und Verdrängung von Magerrasenarten | bisher keine | Entfernung samentragender Einzelbäume im Umfeld schutzwürdiger Trockenbiotope; dort Robinien-Anpflanzungen unterlassen | Prävention durch Steuerung der Anpflanzungen in der freien Landschaft, Kontrolle der Ausbreitung |